Articles by “JB Pythons” 14

  • Hier eine kleine, leicht erklärte rezessive Vererbung.

    Einfache rezessive (überdeckte) Gene bei Schlangen
    Zuerst müssen wir die Grund – Genetik anwenden, um Farb- bzw. Zeichnungsveränderungen zu verstehen. Wir gehen dazu über, mit theoretischen Größen zu arbeiten. Es ist dabei von Vorteil, mit einem größeren Gelege (16) zu rechnen, da bei kleineren Größen des öfteren unproportional abweichende Ergebnisse erzielt werden. Die Nachzuchten werden in Gruppen zu je 25 % geteilt, die zusammen 100 % des Geleges ergeben.

    1.) Verpaarung zweier normaler Tiere
    Die Nachzuchten sind normal gefärbte bzw. gezeichnete Tiere ohne mutierende Veränderungen.

    2.) Verpaarung eines Albinos mit einem normalen Tier
    Die Nachzuchten sind alle normal aussehende, heterozygote Genträger, die das Albino–Gen tragen. Das ist sehr wichtig, denn es ermöglicht dem Züchter eine gezielte "Produktion" von Albinos durch Verpaarung zweier Het`s.

    3.) Verpaarung eines Het`s mit einem normalen Tier
    50 % der Nachzuchten sind…
  • Text Quelle Python Regius Das Kompendium by Kevin McCurley

    Geschichte der Farbmorphenzucht by Kevin McCurley

    Bei der Nachzucht in Gefangenschaft wird oftmals gezielt die Anzahl ungewöhnlich aussehender Exemplare einer Art vermehrt. Diese mögen auf einzelnen Wildfängen oder in Gefangenschaft geschlüpften Mutationen beruhen. Als Mutation ist hier ein Tier zu verstehen, das offensichtlich anders als der „normale“ Königspython in der freien Wildbahn aussieht. Dieses Tier kann so aussergewöhnlich sein, dass der Züchter über die nächsten Jahre versucht, sein Erscheinungsbild in dessen Nachkommen zu reproduzieren. Gelingt dies, d.h. zeigen einige der Nachkommen dieses Exemplars vergleichbare Merkmale, handelt es sich um ein in der Erbmasse (den Genen) verankertes Merkmal, das sich reproduzieren lässt, so dass sich andere Pfleger ebenfalls daran erfreuen können.

    Oftmals beginnt die Zucht einer bestimmten Varietät mit einem einzelnen Tier, das importiert wird oder in einer Zucht…
  • Einige Infos über Erkältung / Lungenentzündung

    Diese kann entstehen wenn das Tier bei zu kühler, trockener oder feuchter Haltung, Zugluft lebt. Im Anfangsstadium wenn nur leichte Atemgeräusche zu hören sind, sollten man gleich einen Arzt konsultieren. Im späteren Verlauf der Krankheit kann des zu Schaumbildung im Maulbereich kommen. Meist steht dies im Zusammenhang damit das dass Tier das Maul weit aufreißt was man nicht mit einen Gähnen des Tieres verwechseln darf. Eine Lungenspülung kann erforderlich sein sowie die Behandlung mit Antibiotika.
  • Einige Infos über Nahrungsverweigerung

    Dies kann unterschiedliche Gründe haben, einer davon ist das die Haltungsparameter nicht in Ordnung sind. Hier sollte sich jeder selber fragen ob alle Werte im optimalen Bereich für unsere Pfleglinge liegen. Stimmt die Umgebungstemperatur, Luftfeuchtigkeit, sind Verstecke, Unterschlüpfe vorhanden die es dem Tier ermöglichen aus sicherer Deckung heraus das Futtertier zu (fressen). Kann man diese Dinge ausschließen kommen andere Sachen in Frage wie z.B. Futtertiergröße, Art des Futtertieres, lebend oder totes Futter, Frostfutter oder frisches totes Futtertier. Auch die Temperatur des Futtertieres kann eine Rolle spielen, ist das Futtertier zu kalt wird es von einigen Tieren nicht so gerne genommen(Kleiner Trick!! Bei Frostfutter einfach mal kurz den Fön ans Futtertier halten wirkt da schon manchmal Wunder). Man sollte es vermeiden sein Frostfutter in Wasser auf zu tauen da dies sehr viele Tiere nicht gerne annehmen, trockenes warmes Futter…
  • Infos über Hemipenisvorfall

    Zu einem Hemipenisvorfall kann es bei zu starkem pressen des Tieres infolge schlechter Verdauung (Verstopfung) kommen. Dies kann auch durch eine vorzeitige Beendung einer Paarung kommen und passiert wenn sich das Weibchen z.B erschreckt oder schnell versucht sich vom Männchen zu lösen. Es besteht auch die Möglichkeit das die beiden Hauttaschen in denen die Hemipenes ruhen durch schlechte Häutungen verstopft sind und es dadurch zu einem Vorfall kommt. Der Hemipenes ist unbedingt feucht zu halten und das Tier unverzüglich auf eine feuchte Unterlage zu setzen damit eine Austrocknung ausgeschlossen ist. Ein vorsichtiges zurückschieben (man nennt dies auch eine Reposition) mit einem feuchten Wattestäbchen ist möglich und hilft in manchen Fällen sehr gut. Dies muss allerdings sehr vorsichtig geschehen um weiteren Schaden zu vermeiden.
  • Einige Infos über Legenot

    Dies kann mehrer Ursachen haben,wie z.B eine vorangegangene Verpaarung zu kleiner noch nicht ausgewachsener Tiere. Die Geschlechtsorgane dieser Tiere sind noch nicht völlig ausgebildet, es kann zu einer Entzündung des Eileiter und einer Gebärmutterverdrehung kommen. Auch eine mangelhafte Ernährung und ein Calciummangel sind Ursachen einer Legenot. Bei einer Legenot wird in den meisten Fällen eine Behandlung mit Oxytocin und Calzium angewendet und sollte nur von erfahrenen Haltern oder einem reptilienkundigen Tierarzt verabreicht werden. Hilft dies nicht bleibt nur die chirurgische Entfernung der Eier was immer auch ein Risiko der Unfruchtbarkeit des operierten Tieres oder sogar den Tod des Tieres bedeuten kann.
  • Einige Infos über Maulfäule

    Maulfäule macht sich meist im Anfangsstadium durch eine blasse Mundschleimhaut kleine rote Punkte und eine Futterverweigerung bemerkbar. Im weiteren Verlauf der Erkrankung bilden sich Krusten aus abgestorbenem Gewebe und das Tier kann sein Maul meist nicht mehr schließen. Im Endstadium kommt es dann zu großflächigen Gewebenekrosen und die Schlange verliert Zähne. Dies kann dann soweit führen das sogar die Kieferknochen betroffen sind. Die Infektion breitet sich schließlich auf den Magen und Darmtrakt aus und führt unbehandelt zum Tod des Tieres. In leichten Fällen genügt es meist, die befallenen Stellen mit einem milden Desinfektionsmittel auszuwaschen (1-2 mal täglich, für mindestens 5 Tage), z. B. mit einer verdünnen Wasserstoffperoxydlösung (0,2%) oder mit Hexoral, bzw. Supronal. Man sollte das Tier einem Tierarzt vorstellen, der bereits angegriffenes, bzw. abgestorbenes Zahnfleisch entfernen kann. Bei geringen Infektionen genügt dann…
  • Einige Infos über Milben:

    Häufigste Außenparasiten, die man bei Schlangen vorfindet, sind die bekannten Schlangenmilben (Ophionyssus natricis). Im Laufe der Zeit wird fast jeder Halter mit diesem Problem konfrontiert. Milben sind meist als kleine schwarze Punkte auf der Schlange erkennbar und bei genauerem hinschauen kann man feststellen das sie sich bewegen. Es ist nicht immer auf mangelhafte Hygiene zurück zu führen sondern kann auch andere Gründe haben, z. B. über Futtertiere die mit diesen behaftet sein können beim Erwerb eines neuen Tieres ist dieses mit Milben befallen. Von Milben befallene Schlangen legen sich z. B. stundenlang ins Wasserbecken oder scheuern sich an Einrichtungsgegenständen. Milben im Wasserbecken sind meist das erste sichtbare Anzeichen für einen Befall und sind auf dem Boden des Wasserbeckens als schwarze keine Punkte (abgestorbene Milben) zu sehen. Schlangenmilben sammeln sich besonders häufig an den Augen, was schnell zu Entzündungen führen…
  • Proben und Untersuchungen

    Entnahme:

    Um an genügend Material für eine Kotprobe zu kommen gibt es mehrere Möglichkeiten, da nicht jeder Weg immer garantiert zu einem brauchbaren Ergebnis führt. Man hat auch nicht immer die Zeit um auf einen natürlichen Kotabsatz zu warten. Vor allem bei einem Verdacht auf einen schwerwiegenden Befall (Bspw.: Entamoeba invadens) können teilweise bereits Tage über Leben oder Tod entscheiden.
    Das einfachste und schnellste ist es natürlich, einfach eine ausreichende Kotmenge von einem frischen Kotabsatz mit einem Löffel oder einem anderen brauchbaren Hilfsmittel (entweder Wegwerfartikel oder gut reinigbar) in ein dafür geeignetes Gefäß zu überführen.
    Verunreinigungen durch Bodengrund oder auch Urat (der weiße Teil des Urins) sollten möglichst nicht mit aufgenommen werden. Bei größeren Kotmengen entnimmt man am besten an mehreren Stellen etwas Kot um eine lokale Anreicherung von Parasiten im Kot so gut wie möglich zu berücksichtigen. Auch empfiehlt…
  • Ein Bericht von Dr. med. vet. Paul Schneller aus Schönenbrunn.

    Parasitologie bei Reptilien

    1. Teil : Allgemeine Prinzipien & Terrariensanierung

    Parasitenprobleme sind in der Terrarstik sehr häufig und führen oftmals auch zu schweren gesundheitlichen Schäden. Das Verständnis der verschiedenen Erreger und Entwicklungszyklen ist unerlässlich um eine gute Vorsorge und Therapie einzuleiten. In diesem ersten Teil einer mehrteiligen Artikelserie gibt der Autor einen Einblick in die Parasitologie. Er erläutert zudem, wie Terrarien bei Parasitenbefall zu sanieren sind. In den weiteren Artikeln bespricht er die verschiedenen Ektoparasiten (Parasiten, die außerhalb das Körpers leben, bspw. Milben) und Endoparasiten (Parasiten, welche im Körperinneren leben, bspw. Einzeller und Würmer).
    Parasitologische Erkrankungen gehören zu den wichtigsten Todesursachen bei Reptilien.
    Bei Wildfängen werden teilweise andere Parasiten diagnostiziert als bei Nachzuchttieren. Dies hängt vor allem mit dem…